Altersarmut in Deutschland (28. Duderstädter Gespräche)

Die 28. Duderstädter Gespräche des Diözesanverbands Hildesheim haben vom 23. bis 24. Februar stattgefunden. Unter dem Titel "Altersarmut in Deutschland" (Untertitel "Die Rente ist sicher - aber oft nicht ausreichend") waren namhafte Vertreter aus Versicherungsbranchen und aus der Politik zusammen gekommen, um einen realistischen Ausblick auf die künftige Altersversorgung und die immer geringer werdenden Aussichten anhand des demografischen Wandels, aber auch anhand der immensen medizinischen Fortschritte (stetig wachsende Lebenserwartung) zu erörtern. 

Ca. 120 Teilnehmer waren aus dem weiten Bereich der Diözese gekommen, um die Probleme mit den Referenten (unter ihnen auch eine Vertreterin aus einer Schuldenberatung) zu diskutieren. Eine Klasse eines Duderstädter Gymnasiums durfte die Probleme aus ihrer, der Jugendlichen Sicht besonders eindrucksvoll auf den Punkt bringen. Ein Klassenvertreter sagte:

"Voraussichtlich 2067 gehe ich in Rente. Ich gehe Zeiten entgegen, die mir Angst machen. Muss ich jetzt schon als junger Mensch mein ganzes Leben strukturieren und planen, damit ich im Alter über die Runden komme?" Eine simple Frage, aber alle merkten in diesem Moment, dass der Schüler zum Kern der Sache vorgestoßen war. Was erwartet eigentlich die Generation, die jetzt in Sachen Berufsleben in die Startlöcher geht? Was steht irgendwann mal auf ihrem Rentenbescheid? Haben sie überhaupt die Chance, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, so wie es die meisten im Saal bereits geschafft haben?

Wie düster sich die Angelegenheit bereits heutzutage betrachten lässt, machte ein etwa 30-minütiger Fernsehfilm (Titel: "Schuften bis zum Schluss"), der als Diskussionsgrundlage vorgestellt wurde, nur allzu deutlich.  Wer mehr über die Veranstaltung erfahren möchte, dem sei die Kirchenzeitung vom 5. März empfohlen, die in ihrem Bistumsteil ausführlich über die Veranstaltung berichtet.

Schade, dass eine derart hochkarätige Veranstaltung mit einem solch brisanten Thema von vergleichsweise wenigen Teilnehmern besucht wurde.

R. D.

Ansprechpartner

Reinhard Dammeyer

1.Vorsitzender

Reicherthof 2

30457 Hannover
Tel: 0511 / 466563
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